Business Development

Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung, also hauptsächlich die Anbahnung zukünftiger Geschäfte und Folgegeschäfte, hängt in hohem Maße von den gewonnenen Informationen über Wettbewerber, Kunden, Beschaffungs- und Absatzmärkte sowie Produkte ab.

Nun ist es in der Praxis kaum möglich, neben einem kleinen Vertriebsteam die Mitarbeiter aller weiteren Unternehmensbereiche profilaktisch mit zu einer Kundenpräsentation zu schicken, für den Fall, dass ein Kunde Informationen wünscht, die so nicht explizit vorbereitet worden sind. Ist es dem Vertriebsteam allerdings möglich, von außerhalb auf die semantische Unternehmenswissensdatenbank (Corporate Knowledge-Base) zuzugreifen, so können alle erfolgskritischen Informationen in kürzester Zeit abgerufen und dem Kunden zur Verfügung gestellt werden. Das Vertriebsteam könnte so über die entscheidenden Informationen aus vertriebsfremden Bereichen verfügen und dem Kunden gegenüber nutzbar machen.

Ein weiterer Anwendungsbereich des semantischen Webs im Unternehmen ist die Abgabe wettbewerbsfähiger Angebote. Letztendlich hat das Unternehmen mit den besten Informationen über den potentiellen Kunden, die gestellte Aufgabe und die geforderten Fähigkeiten und Leistungen die größte Chance, den Zuschlag zu erhalten. Verfügt man nun als Unternehmen über eine semantische Wissensdatenbank, in der Statusreporte, Angebote, Konkurrenzbeobachtungen und Erfahrungsberichte aus der Vergangenheit nach ihrem Bedeutungsgehalt und mit ihren Relationen abgelegt werden, so könnte dies schlussendlich bei der Angebotsabgabe für den nötigen Unterschied und somit Zuschlag sorgen. Voraussetzung dafür ist die Implementierung der semantischen Technologie innerhalb der Unternehmen und die semantische Pflege der Daten. Sind diese Erfordernisse erfüllt, könnten die unternehmerischen Software Agents diese gesammelten Informationen analysieren und sogar gegebenenfalls zu bisher nicht erkannten, erfolgskritischen Informationspaketen kombinieren.

In Anlehnung an den Vortrag von Trastour, Bartolini, Gonzales-Castillo mit dem Titel “A Semantic Web Approach to Service Description of Matchmaking of Service” auf dem International Semantic Web Working Symposium (SWWS) an der Standford University in Kalifornien im Jahre 2001 wird die semantische Technologie das automatische “Matchmaking” im elektronischen Handel ermöglichen. Unter “Matchmaking” wird hier die automatische Vermittlung von Geschäften zwischen potentiellen Geschäftspartner und Kunden verstanden. Diese automatische Vermittlung könnte im Bereich der Werbung so weit gehen, dass das Werbeinventar digitaler Werbemittel semantisch markiert und kategorisiert wird und von den Software Agents der Werbetreibenden automatisch nach den festgelegten Kriterien gebucht werden könnte.

Lesen Sie hier chronologisch weiter und erfahren Sie, welche weiteren Veränderungen die Technologien des semantischen Webs im Unternehmen haben könnten – zum Beispiel Kosteneinsparungen und Effizienzgewinn durch automatisierte Verwaltung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.